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Dateiarten

Beispiel GIF
animierte GIF-Datei

Wenn man sich mit der digitalen Fotografie beschäftigt, stellt sich unausweichlich die Frage, in welchem Dateiformat gearbeitet und archiviert werden soll. Die maßgebende Vorentscheidung wird bereits bei der Einstellung des Dateiformats an der Digital-Kamera getroffen. Auch die Wahl von Bildgröße und Qualität der kamerainternen Speicherung entscheidet, welches Ausgangsmaterial auf der Speicherkarte landet.

Prinzipiell sollte ein Maximum an Bildinformationen ausgewählt werden, da jederzeit eine nachträgliche Veränderung möglich ist, umgekehrt jedoch nicht. Im Folgenden wird auf die unterschiedliche Dateiformate und ihre jeweiligen Vor- und Nachteile eingegangen.

 

verlustfreie Dateiformate

Verlustfreie Dateiformate besitzen den Vorteil, dass bei der Datenspeicherung keine Informationen verloren gehen und die Wiedergabe immer der ursprünglichen Bildinformation entspricht.

Der Nachteil ist eindeutig in dem erheblichen Speicherbedarf dieser Dateien zu sehen. Dies betrifft sowohl die Kapazitätsgrenzen der in den Digitalkameras eingesetzten Speichermedien als auch den Platzbedarf im Rechner oder auf Wechselmedien.

 

verlustbehaftete Dateiformate

Bei den verlustbehafteten Dateiformaten werden Berechnungsverfahren benutzt, mit deren Hilfe die Bilddaten komprimiert, d. h. verkleinert werden.

Dieser Berechnungsvorgang ist nicht umkehrbar, so dass die abgespeicherten Fotos nicht wieder in den ursprünglichen Zustand zurückversetzt werden können. Auch jedes neuerliche Abspeichern des Fotos kann unter Umständen zu weiteren Informationsverlusten führen.

 

Gegenüberstellung

Jedes Dateiformat hat seine spezielle Berechtigung. Sie unterscheiden sich in der verwendeten Farbtiefe, der Kompression der Daten und der relativen Dateigröße. Welches Dateiformat verwendet sich empfiehlt, kommt auf den Verwendungszweck an.

 
ArtFormatFarbtiefeKompression
verlustfreiRAWbis 32 Mio.keine
TIFbis 16 Mio.variabel
verlustbehaftetJPGbis 16 Mio.variabel
PNGbis 16 Mio.keine
GIFmax. 256keine
BMPmax. 256keine
 

Besonderheiten

Für die Darstellung im Internet kommen Dateien meist in den Formaten GIF und JPG (teilweise auch PNG) zum Einsatz. Beim GIF- und PNG-Format ist es möglich Bildbereiche transparent zu schalten, so dass Bildteile freigestellt erscheinen. Im freigestellten Bildbereich ist dann der Hintergrund sichtbar.

Beim GIF-Format können mehrere Ebenen des Bildes zeitversetzt dargestellt werden, man spricht von animierten GIF-Dateien. Der Effekt ist mit dem des Daumenkinos vergleichbar.

Das RAW-Format bietet ein Maximum an Flexibilität für die Nachbearbeitung am PC. Es handelt sich jedoch um keinen festen Formatstandard, jeder Hersteller verwendet seine eigene Spezifikation. Zur Darstellung auf dem PC-Monitor und zur Bearbeitung von RAW-Daten werden spezielle Programme benötigt.

 

Beispiele und Vergleich

Die nachfolgenden Beispiele wurden aus ein und demselben Ursprungsmaterial in den verschiedenen Dateiarten gespeichert.

Bei annähernd gleicher Abbildungsqualität sind die Unterschiede in der Datengröße ersichtlich. Bei näherem Hinsehen werden die Grenzen des GIF-Dateiformats deutlich: die Darstellung von maximal 256 Farben lässt beispielsweise den Hintergrund unsauber erscheinen.

Auf die Darstellung der TIF-Datei muss an dieser Stelle verzichtet werden, da dieses Dateiformat von den Browsern nicht dargestellt wird. Die Dateigröße beträgt im Vergleich beachtliche 792 kB.

 
Format JPG
JPG-Datei (11 kB)
 
Format GIF
GIF-Datei (29 kB)
 
Format PNG
PNG-Datei (74 kB)
 
Format BMP
BMP-Datei (118 kB)